DEEDS NOT WORDS: Wie Sie als Solopreneur erfolgreich starten

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Der Begriff Solopreneur wird viel gebraucht aber nicht einheitlich verwendet. Hier werden Solopreneure als Einzelunternehmer verstanden, die eine Geschäftsidee verfolgen, um davon leben zu können.

In diesem ersten Beitrag meiner geplanten Artikelserie erfahren Sie, wie Sie als Solopreneur erfolgreich starten.

DEEDS NOT WORDS

Stop calling yourself a "guru" and do some work

Image und Vertrauen entstehen nicht durch Worte, Jobtitel oder Geschäftsbezeichnungen sondern durch jederzeit großartige Arbeit.

Die Autorin Fiona Mulliner weist in Jumpstart treffend darauf hin, dass heute jeder von uns Serviceleistungen erbringt, auch wenn er materielle Produkte herstellt und vertreibt; denn der Kunde will nicht nur das Produkt, er erwartet herausragenden Kundenservice, Problemlösungen und mehr. Diesen Mehrwert und wie wir uns damit von unseren Mitbewerbern abheben, müssen wir kommunizieren.

Die Kommunikation von Kundennutzen beginnt mit dem Businessplan, der auch für den Solopreneur unverzichtbar ist.

Eine bemerkenswert einfache Art und Weise, einen Businessplan für einen Solopreneur zu erstellen habe ich auf Coppyblogger gefunden und hier auszugsweise wiedergegeben. Dieser Businessplan ist deshalb so einfach, weil ihn die Autorin Sonja Simone darauf reduziert, was für Solopreneure wirklich zählt.

Wer das nicht weiß und uneingeschränkt bejahen kann, braucht keinen Businessplan, weil er dann nicht starten sollte. Doch was ist mit der Partnerin, dem Partner oder den Kindern? Wissen auch Sie, was auf sie zukommt? Sind auch sie wirklich dazu bereit?

  • Das Haus zu beleihen, um Rechnungen bezahlen zu können?
  • Unfair Arbeit auf den Partner abwälzen?
  • Die Kinder vernachlässigen?

Der Stress als Solopreneur kann schnell dazu führen, dass zuvor intakte Beziehungen scheitern.

Der Lohn dafür?

Selbständig werden heißt nicht zwingend, reich werden! Nach einer Studie des DIW verdienen 18 Prozent der Selbständigen ohne Mitarbeiter in Deutschland, das sind etwa 400.000, weniger als 5 Euro netto je Stunde!

Trotzdem kann sich der Schritt in die Selbständigkeit lohnen, wie die Studie zeigt, zumal es neben dem Verdienst andere Motivatoren und Möglichkeiten gibt, aus einer klassischen auftrags- oder projektorientierten Selbständigkeit auszubrechen und ein gewinnfähiges, möglichst skalierbares, prozessorientiertes Geschäftsmodell zu entwickeln.

Lesen Sie, was Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg auf Smart Business Concepts dazu schreiben.

Egal ob sich ihr Geschäftsmodell über Aufträge, Projekte oder Prozesse definiert... wenn Sie bereit sind, sollten Sie die nächste Frage beantworten.

Kunden sind keine anonymen Gruppen sondern Individuen, die einen Namen, eine Geschichte und Bedürfnisse haben, denen wir entsprechen müssen. Ich spreche von wir, da ich als Steuerberater vor derselben Herausforderung stehe.

Der von Sonja Simone dazu empfohlene Post auf Remarkable Communication ist wirklich lesenswert, zumal dort viele andere wertvolle Beiträge wie der Artikel 50 Things Your Customers Wish You Knew zu finden sind.

Einen interessanten anderen Ansatz verfolgt Sean Ellis auf Startup Marketing. Sean schreibt, dass Kunden entweder von einem Wettbewerbsprodukt wechseln oder bislang noch keine Lösung für ihr Problem gefunden haben und dass das Unternehmen sich auf eine dieser Kundengrupppen konzentrieren sollte.

Mit dieser Lektüre wird auch der weniger erfahrene Solopreneur die Kunden finden, die zu ihm und seinem Business passen.

Doch Vorsicht! Nicht jeder zufriedene Kunde ist ein loyaler Kunde. Wirtschaftlich gesehen sind Stammkunden die richtigen Kunden, egal ob sie Cynthia (who hates to be called Cindy) oder anders heißen.

Suchmaschinen wie Google sind so weit entwickelt, dass sie auf die Frage 'how customers find your business' Artikel mit Tipps wie 5 Ways to See How New Customers are Finding Your Business auf Constant Contact liefern.

Meist enthalten diese Artikel Links zu relevanten anderen Beiträgen, so dass sich Themen schnell erschließen lassen.

Leser mit weniger gutem Englisch können diese Artikel via Browser übersetzen lassen. Das ist nicht immer schön aber verständlich und entlohnt mit Inhalten, die so manches Buch entbehrlich machen.

Die Suche nach deutschen ist verglichen mit den englischsprachigen Treffern relativ unergiebig.

Die für den Solopreneur wichtigsten Plattformen für die Kommunikation von Kundennutzen sind die Sozialen Medien und Kampagnen via Google und Facebook. Lesen Sie, was Vanessa Lehmkuhl in der Artikelserie Social Media Marketing: Facebook für Existenzgründer dazu schreibt.

Der Königsweg zu mehr Kunden sind Kundenempfehlungen.

Kundenempfehlungen kommen nicht von selbst. Dafür muss man arbeiten. Der Beitrag Referrals Are a Solopreneur’s Gold auf Alexandria SBDC zeigt, wie man dabei vorgehen sollte.

Das hängt von den Kunden ab; denn nur wenn die es lieben, haben Designer und Techniker einen guten Job gemacht.

Lesen Sie, was Jesper Bylund oder Jeff Weiner darüber schreiben.

Studieren Sie die 10 Qualities Of A Successful Product von Kevin Harrington auf Forbes und sehen Sie zu, dass Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung vielen dieser Merkmale entspricht.

Nach dieser Lektüre sollten Sie niederschreiben, was Ihr Produkt ausmacht.

Das hängt nicht zuletzt davon ab, es ein materielles Produkt oder eine Dienstleistung ist, die hergestellt und vertrieben werden soll.

  • Was brauche ich an Produktions-, Lager und Verwaltungsräumen, technischen Anlagen, Fahrzeugen und Büroeinrichtung?
  • Was brauche ich an Mitarbeitern für Logistik, Produktion, Verwaltung und Vertrieb?
  • Was davon fällt weg, wenn ich mit Komponenten gründe?
  • Was davon bleibt übrig?
  • Was kostet das?
  • Was kann ich selbst finanzieren?
  • Was muss ich mit Krediten finanzieren?

Für den nächsten Beitrag meiner Artikelserie werden ich dafür eine einfache Planungsrechnung entwickeln.

Ein funktionierender Prototyp ist ein wichtiges Verkaufsargument.

Hier sollten Sie darüber nachdenken und schriftlich festhalten, was Sie besser selber machen und was Sie outsourcen. Heute wird das als Gründen mit Komponenten bezeichnet. Lesen Sie, was es damit auf sich hat und worin die besonderen Vorteile dieses Modells liegen.

Meine leistungen als Steueberater umfassen neben Buchführung und Rechnungslegung auch die begleitende etriebswirtschaftliche Betreuung zur Unterstützung der Zielerreichung.

Mit RedLeg, der Webanwendung für das Finanz- und Rechnungswesen, Skype oder Hangout betreue ich auch überregionale Kunden.

Hier geht es darum, festzuhalten, welche Einnahmen erwartet werden und welche Ausgaben damit verbunden sind. Der Unterschiedsbetrag sollte so groß sein, dass er das Geschäft tragfähig macht und eine Marge erwirtschaftet wird, die ausreicht, um Komponenten und Partner zu bezahlen.

Für den nächsten Beitrag meiner Artikelserie werden ich auch dafür eine einfache Planungsrechnung entwickeln.

 

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Wer es umfassender mag oder das Thema vertiefen möchte, sollte das Buch The Plan-As-You-Go Business Plan von Tim Berry lesen. Tim Berry ist der Gründer und Präsident von Palo Alto Software, dem Hersteller von Business Plan Pro, einer populären Businessplan Software.

Kostenlos und auf Deutsch erhältich ist der BMWi-Businessplan, der auf der Website des BMWi heruntergeladen werden kann.

Hier finden Sie weitere Beiträge aus meiner Artikelserie: